Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten

Den eigenen Vierbeiner zu versichern lohnt sich immer: So schützen Sie nicht nur die eigene Haushaltskasse, zugleich haben Sie im Ernstfall schlicht mehr Flexibilität, da Sie keine hohen Tierarztkosten fürchten müssen. Deshalb gilt: Am besten wird der Hund frühzeitig, sogar so früh wie nur möglich versichert. Bei einer Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten tun sich nämlich bereits erste Hürden auf. Versicherer prüfen keinesfalls nur Alter oder Rasse des Vierbeiners, sondern ebenso seine Krankenakte. Hier erfahren Sie, worauf Sie dabei achten sollten.

Warum ist es so schwierig eine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten abzuschließen?

Am einfachsten wird die Situation mit einem Vergleich zur privaten Krankenversicherung von uns Zweibeinern greifbar. Während die gesetzliche Krankenversicherung des Menschen immer versichern muss, dürfen sich die privaten Krankenversicherer ihre „Kunden“ aussuchen. Das bedeutet im Umkehrschluss: Hat die jeweilige Person in der Vergangenheit oder aktuell schon Erkrankungen, ist eine Ablehnung deutlich wahrscheinlicher als eine Aufnahme.

Genauso verhält es sich mit der Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten. Versicherer prüfen vor der Aufnahme die folgenden Umstände:

  • Alter des Hundes
  • die Rasse
  • das Geschlecht
  • den vergangenen sowie aktuellen Gesundheitszustand

Letzteres ist die große Hürde: Hat ein Hund schon Vorerkrankungen aufzuweisen, steigert sich aus Sicht des Versicherers die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund erneut erkranken wird. Wahlweise zum Beispiel an derselben Problematik oder schlicht in Form von Folge- und Nebenerkrankungen, die durch die ursprüngliche Erkrankung begünstigt oder ausgelöst wurden.

Welche Krankheiten und chronischen Erkrankungen sind bei der Hundekrankenversicherung relevant?

Generell jede Erkrankung, egal wie leicht oder auch schwerwiegend diese verlief. Typische Beispiele für chronische Erkrankungen, welche Versicherer als relevante Vorerkrankungen einstufen, sind zum Beispiel:

  • Arthrose sowie Hüftdysplasie und Ellenbogendysplasie
  • alle Formen von Allergien und Hauterkrankungen
  • Diabetes mellitus
  • Erkrankungen des Herzens oder der Schilddrüse
  • vorbelastete Leber oder Nieren
  • Erkrankungen der Atemwege, was speziell bei brachyzephalen Rassen sehr relevant ist

Die Wissenschaft liefert an dieser Stelle weitere Erkenntnisse. Einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München hebt hervor, dass insbesondere Infektionskrankheiten wie Staupe oder Parvovirose, Hauterkrankungen, Erkrankungen der Ohren und mechanische Verletzungen besonders häufig bei jungen Hunden auftreten. Diese können zwar abklingen beziehungsweise oftmals erfolgreich behandelt werden, dennoch bleibt die Erkrankung selbst natürlich in der Akte des Hundes stehen. Entwickelt sich daraus eine chronische Erkrankung, wird es noch schwieriger eine Hundekrankenversicherung abzuschließen.


Was passiert bei einer Anfrage zur Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten?

Generell gilt: Fragen kostet nichts. Das gilt auch für die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten. Selbst wenn bei Ihrem Vierbeiner Vorerkrankungen oder chronische Krankheiten vorliegen, sollten Sie zumindest verschiedene Versicherer anfragen. Mitunter haben Sie ja trotz der Krankenakte des Vierbeiners Erfolg und können Ihren Schatz versichern. Das wäre im Hier und Jetzt, vor allem aber perspektivisch eine wertvolle Absicherung.

Sobald Sie Ihre Anfrage nach einer Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten stellen, laufen auf Seiten des Versicherers verschiedene Prozesse zusammen. An dieser Stelle ist zu berücksichtigen, dass Versicherer selbst klare Regelungen haben, die das Risiko für die Gemeinschaft aus Versicherten begrenzen sollen. Es ergeben sich in der Folge also drei Möglichkeiten.

1. Die Versicherung lehnt das Tier ab, es wird also nicht versichert.

Sofern Erkrankungen perspektivisch als zu kostenintensiv oder schon als zu weit fortgeschritten eingestuft werden, ist eine vollständige Ablehnung durchaus nicht unwahrscheinlich. Betroffen davon sind vor allem stärker erkrankte und/oder ältere Hunde sowie die sogenannten „Risiko-Rassen“. Zu denen zählen Versicherer beispielsweise den Mops oder die Französische Bulldogge, da diese ein erhöhtes Erkrankungsrisiko aufweisen.

Was Sie nun tun sollten? Sie sollten zunächst noch andere Versicherer mit einer Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten anfragen. Lehnen auch diese das Tier ab, kommt eventuell eine Hunde-OP-Versicherung als Alternative in Frage – dazu später mehr.

2. Es werden höhere Zuschläge (Prämien) zur Versicherung des Tieres verlangt.

Es ist denkbar, dass der Vierbeiner in die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten aufgenommen wird, Sie aber einen Risikoaufschlag dafür zahlen müssen. Das würde dann in einem erhöhten Monatsbeitrag resultieren. In der Welt der Tierversicherungen ist diese Vorgehensweise seltener als bei der privaten Krankenversicherung für Menschen, dennoch steht sie zumindest als Option im Raum. Meist aber nur dann, wenn die Vorerkrankungen vollständig auskuriert sind oder die Erkrankungen generell eher leicht beziehungsweise unproblematisch waren.

3. Es gibt spezifische Ausschlüsse, die sich auf die bekannten Vorerkrankungen beziehen.

Die dritte Möglichkeit sieht eine Aufnahme in die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten vor, wobei die Vorerkrankungen von der Kostenübernahme ausgeschlossen werden. Ein typisches Beispiel dafür: Der Vierbeiner hatte schon im sehr jungen Alter eine Ohrenerkrankung. Die ist zwar nun auskuriert, der Versicherer schließt die künftige Behandlung dieser Erkrankung aber aus. Sollte die Ohrenerkrankung wiederkehren, müssten Sie selbst die Kosten dafür tragen. Bei anderen Krankheitsfällen sind Sie aber durch die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten abgesichert.

Vorerkrankungen und chronische Krankheiten sollten und dürfen nicht verschwiegen werden

Diesen Fehler begehen leider noch zu viele Herrchen und Frauchen. Im Ernstfall kann eine verschwiegene Vorerkrankung gravierende Folgen für Sie haben. So zum Beispiel diese:

  • der Versicherer verweigert die Kostenübernahme
  • der Versicherer verweigert die Übernahme der Kosten und kündigt außerordentlich den Vertrag
  • der Versicherer fordert rückwirkend schon geleistete Zahlungen zurück

Seien Sie daher, auch wenn es mitunter schwerfällt, immer ehrlich und transparent bei der Antragstellung. Verschwiegene Erkrankungen kommen in den allermeisten Fällen sowieso später heraus, sei es nur durch die offiziellen Gesundheitsakten oder durch die Art und Weise der Behandlung des Tierarztes.

Komplikationen und Folgekosten bei chronischen Erkrankungen

Chronische Krankheiten sind dauerhaft und meist ein Leben lang ein Problem. Für den Hund ebenso wie seine Halter, die die Behandlungskosten dafür stemmen müssen.

Die Kosten für derartige chronische Krankheiten sind keinesfalls unwesentlich, wie die folgenden Orientierungswerte verdeutlichen:

  • eine Arthrose mit Schmerzmitteln und Physiotherapie kann durchaus 350 bis 1.200 Euro jährlich kosten
  • Herzprobleme mit den nötigen Medikamenten verursachen über die Diagnose und Behandlung Kosten von 400 bis 3.600 Euro jährlich
  • eine Allergietherapie schlägt bei Vierbeinern mit etwa 300 bis 800 Euro jährlich zu Buche
  • bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind regelmäßige Blutbilder und Medikamente nötig, die zusammen bis zu 600 Euro jährlich kosten können

Wie anhand dieser Aufstellung unschwer zu erkennen ist, können sich Erkrankungen über die Jahre schnell in den vier- oder sogar fünfstelligen Bereich summieren. Deshalb sollte eine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten immer frühzeitig abgeschlossen werden, idealerweise direkt in den ersten Monaten, in denen noch keine Erkrankungen vorliegen. Der frühzeitige Abschluss der Hundekrankenversicherung ist schlichtweg der beste Schutz.

Warum ist eine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten immer noch sinnvoll?

Selbst wenn einige Erkrankungen ausgeschlossen werden oder beispielsweise Risikoprämien anfallen, ist die finanzielle Schutzwirkung der Police nicht zu unterschätzen. Ob Zahnprobleme, Tumore, Augenoperationen oder beispielsweise Verletzungen nach Unfällen: Selbst abseits der schon bekannten Erkrankungen können sich die Tierarztkosten summieren. Durch die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten wären Sie dann wenigstens bei anderen Erkrankungen finanziell abgesichert.


Führen spätere Erkrankungen zu weiteren Ausschlüssen bei der Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten?

Die kurze Antwort: Nein, tun sie nicht.

Warum das so ist? Versicherer dürfen nur Vorerkrankungen ausschließen, die tatsächlich auch „vor“ dem Versicherungsbeginn und Vertragsabschluss bestanden. Wenn der Hund also beispielsweise Ohrenprobleme hatte, später aber mit den Nieren zu kämpfen hat, steht das medizinisch normalerweise in keinerlei Zusammenhang. Die Versicherer dürften dann später also nicht plötzlich Nierenerkrankungen ausschließen, diese wären weiterhin versichert.

Alternative: Die Hunde-OP-Versicherung

Sofern Ihr Schatz nicht in die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten aufgenommen wurde, muss der Vierbeiner nicht gänzlich unversichert bleiben. Mit der Hunde-OP-Versicherung steht eine praktische und gemeinhin auch bei Vorerkrankungen mögliche Versicherung im Raum.

Die Hunde-OP-Versicherung greift zumindest bei operativen Eingriffen, wie zum Beispiel:

  • Magendrehungen
  • Tumorentfernungen
  • Kreuzbandrisse
  • manchmal Kaiserschnitt
  • mechanische Verletzungen nach Unfällen

Der Vierbeiner wäre mit so einer Hunde-OP-Versicherung also nicht gegen alle Eventualitäten versichert, aber immer noch gegen viele und potenziell sehr teure Behandlungsfälle.

Unser abschließender Tipp daher: Prüfen Sie zunächst die Kandidaten für eine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei chronischen Krankheiten und fragen Sie diese an. Vergleichen Sie zudem immer die Angebote mehrerer Versicherer! Ließ sich der Vierbeiner wegen seiner Vorerkrankungen nicht in die Hundekrankenversicherung versichern, können Sie anschließend direkt Hunde-OP-Versicherungen kostenlos vergleichen und online abschließen!