Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankungen bei Kreuzbandriss

Kreuzbandrisse sind im Hundeleben leider keine Seltenheit. Statistisch gesprochen ereilt die orthopädische Erkrankung etwa 3 von 100 Hunden, ein medizinischer und behandlungsbedürftiger Notfall ist der Kreuzbandriss immer. Eine weitere Schwierigkeit tut sich für Hundehalter im Hinblick auf die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss auf: Versicherer werden Kreuzbandrisse nämlich höchstwahrscheinlich vom Versicherungsschutz ausschließen. Sollte man deswegen auf eine Hundekrankenversicherung verzichten? Auf gar keinen Fall! Wir verraten Ihnen nachfolgend warum das so ist.

Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss: Warum das keine seltene Versicherungssituation ist

Kreuzbandrisse können auch wir Menschen bekommen, bei den Vierbeinern sind sie aber noch weitaus häufiger. In den meisten Fällen bezieht sich der Kreuzbandriss auf das vordere Kreuzband im Kniegelenk. Das ist einerseits schmerzhaft, bringt aber auch viele Einschränkungen mit sich: Das Kniegelenk ist nämlich maßgeblich für die einzelnen Bewegungen des Hundes ebenso wie für die nötige Balance und Stabilität verantwortlich.

Kommt es dort hingegen zu einem Riss oder liegt eine schleichende Degeneration vor, werden Sie das normalerweise relativ schnell bemerken. Achten Sie auf diese Anzeichen:

  • der Hund lahmt
  • er bewegt sich ungleichmäßig
  • er nimmt eine verschobene Sitzhaltung ein
  • er tritt nicht mehr oder nur noch zaghaft auf
  • das Tier hat sichtbar Schmerzen

Ein meist eindeutiges Indiz ist der sogenannte „Sit-Test“: Dabei drehen Hunde in sitzender Haltung die Knie nach außen, wodurch ihre Haltung schräg und angestrengt wirkt. Einige Beispielbilder für den Sit-Test sowie Röntgenaufnahmen eines Kreuzbandrisses können Sie bei der Tierklinik Sattledt einsehen.

Warum sehen Hundekrankenversicherer den Kreuzbandriss beim Hund so kritisch?

Wenn Sie eine neue Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss suchen, ist die Realität normalerweise wie folgt: Der Versicherer wird Kreuzbandrisse pauschal aus seinen Versicherungsleistungen exkludieren. Die Versicherer sehen Kreuzbandrisse als chronisch-rezidivierende Erkrankung an. Das bedeutet, die Versicherung geht davon aus, dass der Kreuzbandriss mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut oder später am anderen Knie auftreten wird. Damit befinden sich Kreuzbandrisse in derselben Gruppe wie beispielsweise die weitverbreitete Hüft- oder Ellenbogendysplasie.

Kam es bereits zu einem Kreuzbandriss, spielt die Statistik leider nicht in die Karten der Hundehalter: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiterer Kreuzbandriss auf der anderen Seite auftreten wird, bewegt sich um die 80 %. Manchmal folgt dieser sekundäre Kreuzbandriss schon wenige Wochen, manchmal erst Monate oder gar Jahre später. Deshalb schließen Versicherer Kreuzbandrisse pauschal und nicht nur auf der schon betroffenen Seite aus. Ein Kreuzbandriss ist nämlich nur selten eine „zufällige“ Verletzung, sondern meist eine direkte oder indirekte Folge einer bereits existenten strukturellen Schwäche.

Unser Tipp: Die Schwierigkeit, eine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss zu erhalten, können Sie umgehen. Wie? Indem Sie Ihren Schatz frühzeitig versichern! Am besten immer so früh wie möglich, denn im jungen Hundealter gab es (hoffentlich) noch keine nennenswerten Vorerkrankungen und/oder Kreuzbandrisse.

Wie formulieren Versicherer Ausschlüsse wegen Kreuzbandrissen?

Sofern Sie eine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss abschließen, werden Sie im Vertrag zu den Versicherungsleistungen zum Beispiel derartige Formulierungen vorfinden:

  • „Ausgeschlossen werden Operationen am Bewegungsapparat, insbesondere Kreuzbandrisse und Folgeschäden.“
  • „Ausgeschlossen von den Versicherungsleistungen sind Erkrankungen am Bewegungsapparat, speziell ein- oder beidseitige Kreuzbandrisse sowie damit assoziierte Folgebehandlungen.“

Damit ist bei der Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss schon einmal das betroffene Knie ausgeschlossen, ebenso aber die andere Seite, die zu diesem Zeitpunkt mitunter noch gar nicht verletzt ist. In Einzelfällen ist es sogar denkbar, dass die Ausschlussklausel-Formulierung so weitreichend ist, dass zugleich andere Gelenke ausgeschlossen werden. Das ist häufig der Fall, wenn ein Verdacht auf eine Bindegewebsschwäche vorliegt. Diese Ausschlüsse gelten lebenslang.


Wie wird ein Kreuzbandriss bei Hunden behandelt?

Abhängig ist das von verschiedenen Faktoren, darunter:

  • der Größe des Hundes
  • dem typischen Aktivitätslevel
  • dem Grad und Ausmaß der Verletzung (vollständig oder nur partiell)
  • dem Alter und etwaigen Vorbelastungen

Der Tierarzt wird das gemeinsame Vorgehen mit Ihnen im Detail absprechen. Üblich sind bei Kreuzbandrissen zwei Therapiemöglichkeiten.

1. Die konservative Therapie

Sie wird normalerweise nur bei sehr kleinen Hunden und echten Leichtgewichten in Betracht gezogen. Bei älteren und nicht mehr sonderlich aktiven Tieren kommt eine konservative Therapie mitunter ebenfalls in Frage, vor allem wenn das OP- und Narkose-Risiko als zu hoch eingeschätzt wird.

Bei der konservativen Therapie erfolgt eine mehrwöchige Ruhestellung, unterstützend werden entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Kontrollierte Bewegung erhält der Hund über eine parallel dazu verlaufende Physiotherapie. Da Sie zu dem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich keine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss besitzen, müssen Sie selbst mit Kosten von etwa 300 bis 700 Euro rechnen.

2. Operativer Eingriff

Ist Ihr Hund wenigstens mittelgroß oder noch größer und zudem aktiv, führt letztlich kein Weg an einer Operation vorbei. Ohne die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss müssten Sie folglich die Kosten für den Eingriff selbst sowie die ebenfalls erforderliche Nachsorge zahlen.

Tierärzte können je nach Ausgangssituation auf drei verschiedene Verfahren zurückgreifen:

  • extrakapsuläre Stabilisierung mit Flo- oder Fadentechnik (nicht geeignet für sehr athletische und große Hunde, aber kostengünstig)
  • Tibial Plateau Leveling Osteotomy (auch für sehr große Hunde geeignet, aber sehr aufwendig und das teuerste aller Verfahren)
  • Tibial Tuberosity Advancement (vergleichbar, aber etwas günstiger, dafür ein überschaubares Risiko einer späteren Implantatlockerung)

In Abhängigkeit zum gewählten Operationsverfahren, dem angewandten Satz der Gebührenordnung für Tierärzte sowie dem weiteren Heilungsverlauf müssen Sie in der Summe mit Kosten von etwa 2.000 bis 4.000 Euro rechnen.

Welche Komplikationen bringt ein Kreuzbandriss beim Hund mit sich?

Die nötige Behandlung ist unvermeidbar, aber selbst nach einer erfolgreichen Behandlung können sich mittel- und langfristig weitere Komplikationen auftun. Der Hund bleibt schlichtweg weiterhin orthopädisch vorbelastet. Das steigert das Risiko für Komplikationen und Folgeerkrankungen wie:

  • Arthrose im angeschlagenen Gelenk
  • Belastungsverschiebung, dadurch gesteigertes Risiko für einen Kreuzbandriss auf der anderen Seite
  • Muskelschwund durch Schonung
  • Nachoperationen, zum Beispiel bei Problemen mit dem eingesetzten Implantat

Indirekt besteht zudem noch ein Risiko durch die Narkose oder beispielsweise verursacht durch etwaige Nebenwirkungen von Medikamenten. Dieses Risiko existiert aber letztlich bei jeder Behandlung und jedem operativen Eingriff.

Auf die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss verzichten? Keine gute Idee!

Wie bereits eingangs dargelegt: Eine neue Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss abzuschließen ist zwar möglich, Kreuzbandrisse und damit assoziierte Folgeerkrankungen werden aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Daran lässt sich schlichtweg nichts ändern.

Bedeutet das, dass Sie auf die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss gänzlich verzichten sollten? Auf gar keinen Fall, das wäre objektiv betrachtet ein großer Fehler! Kreuzbandrisse sind, wie Hundehalter sehr gut wissen, längst nicht die einzige Erkrankung, die den Vierbeiner ereilen kann. Ganz im Gegenteil sogar, es gibt unzählige weitere Erkrankungen – bei diesen wären Sie und Ihr Schatz weiterhin finanziell und medizinisch abgesichert!

Denken Sie nur einmal an diese behandlungsbedürftigen Erkrankungen und Eingriffe:

  • Zahnextraktionen kosten bis zu 1.200 Euro
  • Tumorentfernungen bis zu 2.500 Euro
  • Magendrehungen bis zu 2.500 Euro
  • Bandscheiben-OPs bis zu 4.000 Euro
  • Kaiserschnitte bis zu 2.000 Euro
  • Behandlungen von Hauterkrankungen und Allergien kosten jährlich bis zu 1.000 Euro
  • Blutbilder, diagnostische und weitere Behandlungsmaßnahmen sowie Medikamentengaben fallen fortlaufend immer mal wieder an

Natürlich ist es nicht ideal, wenn die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss die Behandlung des Kreuzbandrisses selbst nicht mehr erstattet. Aber in den anderen Fällen und bei vielen weiteren Erkrankungen könnten Sie sich weiterhin auf den Versicherungsschutz verlassen. Das ist Gold wert, vor allem wenn sich der Hund später als anfällig und häufiger behandlungsbedürftig herausstellt.

Bedenken Sie zudem: Die Gebührenordnung für Tierärzte wurde erst jüngst im Jahr 2022 angepasst, was signifikante Mehrkosten bei Hunde-, Katzenhaltern und Co. verursachte. Derartige weitere Erhöhungen sind natürlich auch in der Zukunft denkbar. So könnte eine Behandlung, die Sie heute noch für erschwinglich halten, zukünftig womöglich schon deutlich mehr kosten.


Eine weitere Alternative: Die Hunde-OP-Versicherung

Sofern Sie keine Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss erhielten oder diese von zu vielen Ausschlüssen betroffen ist, können Sie auch eine Hunde-OP-Versicherung in Betracht ziehen. Als Alternative zur Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss deckt die Hunde-OP-Versicherung immerhin noch viele operative Eingriffe ab, sofern selbige medizinisch notwendig sind. Damit schützen Sie sich zumindest gegen die Art von Behandlungen, bei denen die Tierarztrechnung normalerweise am höchsten ausfällt.

Ihr nächster Schritt? Vergleichen Sie die Versicherer für die Hundekrankenversicherung mit Vorerkrankung bei Kreuzbandriss am besten gleich kostenlos, völlig unverbindlich und ohne jegliches Risiko. Auch Hunde-OP-Versicherungen können Sie als Alternative direkt mit vergleichen! So schützen Sie Ihren eigenen Geldbeutel und Ihren lieben Vierbeiner – heute ebenso wie in der Zukunft.